Die faszinierende Welt der Perlen: Kultivierte Perlen versus natürliche Perlen

6. Februar 2024 Aus Von chrissi
Die faszinierende Welt der Perlen: Kultivierte Perlen versus natürliche Perlen

Die Wahrheit hinter echten Perlen

Beim Kauf von kultiviertem Perlenschmuck stellt sich oft die Frage, ob die Perlen echt sind oder nicht. Hier kommt oft die Denkweise von echten gegenüber unechten Perlen ins Spiel. Wenn dann erklärt wird, dass es sich um echte, kultivierte Perlen handelt, entsteht oft Verwirrung. Was bedeutet das überhaupt? Diese Frage wird oft mit einer gewissen Skepsis gestellt, als ob man etwas erhalten hätte, das nicht „echt“ ist.

Die Wahrheit ist, dass sowohl kultivierte als auch natürliche Perlen echte Perlen sind. Beide sind organische Edelsteine, die in einer Auster wachsen. Sie haben viele Ähnlichkeiten, unterscheiden sich aber auch in einigen Punkten. Tauchen wir ein in dieses faszinierende Thema und lösen das Rätsel um kultivierte Perlen versus natürliche Perlen!

Was sind natürliche Perlen?

Natürliche Perlen bilden sich in der Wildnis, ohne jegliches menschliches Zutun in perlenerzeugenden Austern. Diese Perlen sind sehr selten. Nur 5 – 10 Austern von 100 produzieren eine natürliche Perle, und nur 30% davon sind von guter Qualität. Daher erzielen Edelsteinqualität natürliche Perlen sehr hohe Preise auf dem Schmuckmarkt. Viele Schmuckdesigner verwenden antike natürliche Perlen in ihren Schmuckstücken.

Natürliche Perlen können sowohl Salzwasser- als auch Süßwasserperlen sein. Die Meeresgewässer um Bahrain produzieren beispielsweise wunderschöne natürliche Salzwasserperlen. Es gibt aber auch sehr schöne natürliche Süßwasserperlen, wie die Mississippi-Flussperlen, obwohl die Fischerei nach diesen Perlen in den USA nicht mehr erlaubt ist.

Was sind kultivierte Perlen?

Kultivierte Perlen entstehen durch direkte menschliche Einwirkung in Perlenfarmen. Kultivierte Perlen können entweder perlenkern-nukleiert sein (wenn eine Mutter-von-Perle-Perle in eine Auster eingesetzt wird) oder gewebe-nukleiert (wenn ein Splitter Mantelgewebe von einer Spenderauster in eine Auster eingesetzt wird).

Die Qualität der heutigen kultivierten Perlen ist unübertroffen! Einige Edelsteinqualität Perlenketten können für Hunderttausende von Dollar verkauft werden, weil sie so schön und einzigartig sind. Kultivierte Perlen machen den Großteil der auf dem Markt erhältlichen Perlen und Perlenschmuck aus.

Es gibt verschiedene Arten von kultivierten Perlen. Dazu gehören Salzwasserkultivperlen wie Akoya-Perlen, Tahiti-Perlen und Südseeperlen, die in Offshore-Perlenfarmen produziert werden. Dann gibt es Süßwasserperlen, wie chinesische Süßwasserperlen, die an Land, in Seen, Flüssen und Teichen gezüchtet werden.

Der interessante Fall der Keshi-Perlen

Keshi-Perlen sind wegen ihrer organischen Formen und ihrem strahlenden Glanz sehr beliebt. Aber was sind sie eigentlich? Der Begriff Keshi stammt von dem japanischen Wort keshinomi, was Mohnsamen bedeutet. Diese Perlen bilden sich in kultivierten Perlenaustern, haben aber keinen Kern. Sie wachsen in einem anderen Teil der Auster, fernab von der Perle oder dem Gewebe, das zur Nukleierung der Perle verwendet wird. Sie sind auf gewisse Weise ein glückliches Nebenprodukt des Perlenkulturprozesses.

Keshi-Perlen ähneln natürlichen Perlen, da sie zufällig oder unbeabsichtigt in kultivierten Perlenaustern wachsen. Wie natürliche Perlen sind auch Keshi-Perlen sehr selten und erzielen auf dem Perlenmarkt höhere Preise als andere kultivierte Perlen.

Unterschiede zwischen natürlichen und kultivierten Perlen

Auf den ersten Blick kann man vielleicht nicht erkennen, ob eine Perle natürlich oder kultiviert ist. Es gibt jedoch mehrere Unterschiede zwischen diesen beiden Perlenarten.

Zunächst neigen natürliche Perlen dazu, kleiner zu sein als kultivierte Perlen. Ein großer Teil der natürlichen Perlen misst weniger als 7mm im Durchmesser, während kultivierte Perlen oft größer sind, insbesondere Südsee- und Tahiti-Perlen, die bis zu 20mm groß sein können.

Außerdem kann die Form der Perlen ein Hinweis auf ihre Herkunft sein. Natürliche Perlen haben oft eine unregelmäßige Form, während kultivierte Perlen in der Regel runder sind, da sie um einen eingepflanzten Kern herum wachsen.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Dicke des Perlmutts. Bei natürlichen Perlen ist das Perlmutt oft dicker, da die Perle über einen längeren Zeitraum in der Auster wächst. Bei kultivierten Perlen ist das Perlmutt dünner, da der Wachstumsprozess gesteuert und oft verkürzt wird.

Letztendlich ist der größte Unterschied zwischen natürlichen und kultivierten Perlen jedoch der Preis. Aufgrund ihrer Seltenheit und des aufwändigen Prozesses ihrer Entstehung sind natürliche Perlen deutlich teurer als kultivierte Perlen.

Fazit

Sowohl natürliche als auch kultivierte Perlen haben ihren eigenen Charme und ihre eigene Schönheit. Während natürliche Perlen wegen ihrer Seltenheit und Einzigartigkeit geschätzt werden, bieten kultivierte Perlen eine erschwinglichere und vielfältigere Auswahl für Schmuckliebhaber. Letztendlich hängt die Wahl zwischen natürlichen und kultivierten Perlen von den persönlichen Vorlieben, dem Budget und dem gewünschten Stil ab.

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